Lecithin – Entdeckung
Emulsion:
Eine Emulsion ist ein Gemisch aus zwei (meist) Flüssigkeiten, die sich üblicherweise nicht miteinander mischen lassen, z.B. Wasser und Öl.

Im Jahr 1846/47 fand der französische Wissenschaftler Professor Maurice Gobley bei seinen Forschungen eine bislang unbekannte Substanz im Eigelb. Er gab ihr den Namen „Lekithos“, das griechische Wort für „Eigelb“, woraus dann später die heutige Bezeichnung „Lecithin“ entstand.

Die große Bedeutung von Lecithin bestand anfangs jedoch nicht in seinen verschiedenen gesundheitsfördernden Eigenschaften, die heute mehr und mehr im Blickpunkt des Interesses stehen. Damals erkannte Gobley die wichtige Eigenschaft des Lecithins, Öl und Wasser zu einer Emulsion verbinden zu können.

Das Eigelb war danach viele Jahre eine wesentliche Quelle für die Gewinnung von Lecithin. Allerdings war die Gewinnung des Lecithins auf diesem Wege zu teuer, als dass eine Produktion ausreichender Mengen zu vertretbaren Kosten möglich gewesen wäre. Es vergingen noch Jahrzehnte, bis in einer Hamburger Öl-Mühle der entscheidende technologische Durchbruch gelang: Die Gewinnung pflanzlichen Lecithins aus der Bohne der Sojapflanze.

Heute weiß man, dass – gemessen am Anteil hoch ungesättigter Fettsäuren – nicht das Ei, sondern die Sojabohne „das Gelbe vom Ei“ ist. Für die biologischen Wirkungen von Lecithin ist dieser Anteil von maßgeblicher Bedeutung.



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Maurice Gobley,
der Entdecker des Lecithins

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